Coronavirus: DEHOGA fordert sofortiges Nothilfeprogramm

Der DEHOGA hat sich an Politik in Bund und Ländern gewandt und ein sofortiges Nothilfeprogramm für Gastronomie und Hotellerie in der Coronaviruskrise gefordert. Die Lage ist mehr als ernst. Im laufenden Monat zeichnen sich in vielen Betrieben Umsatzeinbußen von 50 bis 80 Prozent ab. Weitere politische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind angekündigt und absehbar. Schlimmstenfalls wird bald wie in Italien das ganz öffentliche Leben stillstehen. Von dieser Situation ist unsere Branche ganz besonders betroffen. Folgende Maßnahmen müssen Teil des Nothilfeprogramms sein:

  • Kurzfristig müssen Liquiditätshilfen mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung und mit einer langjährigen Tilgung auf den Weg gebracht werden.
  • Im Lichte der aktuellen Entwicklung in Italien (Schließung aller gastronomischen Betriebe) muss ein effektives Beihilfeprogramm in Form von direkten Finanzhilfen/Zuschüssen geprüft werden. Wenn keine Umsätze mehr getätigt werden können, bedarf es zwingend unbürokratischer und schneller Hilfe. Die bestehenden Förderinstrumente KfW und Bürgschaftsbanken werden nicht ausreichen.
  • Möglichkeiten der Steuerstundungen sind schnellstmöglich auf den Weg zu bringen.
  • Steuerliche Entlastungen sind jetzt notwendig. Es bedarf dringend einer Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen. Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf 7 Prozent für alle Speisen im Gastgewerbe wäre eine Maßnahme, die helfen würde, die Umsatzausfälle teilweise zu kompensieren und sie gibt den Betrieben auch eine Perspektive, wenn es darum geht, ihre Kreditverpflichtungen zu erfüllen.

Wir haben der Politik eindringlich geschildert, dass es um die Existenz der „öffentlichen Wohnzimmer“ unserer Gesellschaft geht. Ohne schnelle und effektive Hilfe sind Insolvenzen vorprogrammiert. Tausende Arbeitsplätze werden verloren gehen. Unsere Betriebe haben eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung für unser Land – in der Stadt wie in den Regionen Es besteht akuter Handlungsbedarf