Was gilt aktuell?

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Zur Einstufung eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt dient nunmehr das Leitkriterium der „7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung“. Die sich dabei ergebende Grundstufe wird durch die Einstufungen der Gewichtungskriterien 7-Tage-Inzidenz Neuinfektionen sowie der Auslastung der Intensivstationen (ITS) angepasst. Dazu werden die Gewichtungskriterien einzeln einer der vier Stufen zugeordnet, welche anschließend mit der Grundstufe verglichen wird. Die Grundstufe kann nur um eine Stufe auf- oder abgestuft werden. Eine Anpassung findet immer dann statt, wenn beide Gewichtungskriterien mindestens eine Stufe mit derselben Tendenz von der Grundstufe abweichen. Außerdem wird eine Anpassung vorgenommen, wenn ein Gewichtungskriterium in derselben Stufe liegt wie die Grundstufe und das andere mehr als eine Stufe davon abweicht.

Achtung UPDATE vom 12.11.2021

Die dieser Einstufung zugrunde liegenden Grenzwerte werden verschärft und die Stufen mit verschärfenden Maßnahmen deutlich früher erreicht. Nähere Informationen unter mv-corona.de.

2G-Plus-Regel mit neuer Corona-LVO M-V in Stufe "orange" verpflichtend

Das Land hat aktuell eine Hospitalisierungsinzidenz von mehr als sechs. Daher wird Mecklenburg-Vorpommern in der Corona-Warnampel als orange eingestuft. Für diese Warnstufe sind die Regeln durch die neue Verordnung sofort verschärft - und zwar für das gesamte Land, unabhängig davon, ob ein einzelner Kreis oder eine Stadt eine geringere Warnstufe aufweist. Falls ein Landkreis eine höhere Warnstufe hat, können dort sogar noch stärkere Einschränkungen gelten.

Dies bedeute, dass von Donnerstag (25.11.2021) an in ganz Mecklenburg-Vorpommern die sogenannte 2G-Plus-Regel in Innenbereichen gilt. Das bedeutet: Nur Geimpfte und Genesene mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test haben Zutritt zu Restaurants, Gaststätten, Theatern, Kinos, Schwimmhallen und Fitnessstudios. Touristen, müssen als Genesene oder Geimpfte bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen und sich dann alle drei Tage erneut testen lassen. Lediglich Geschäftsreisenden, Übernachtenden aus medizinischem Anlass oder zur Erfüllung einer ethischen Verpflichtung ist eine Übernachtung ohne 2G-Status erlaubt, hier muss dann allerdings täglich ein negativer Testvorgelegt werden. 

Ausnahmen vor der 2G-Regel gelten für Kinder unter sieben Jahren, für Kinder zwischen sieben und elf Jahren sowie für Jugendliche bis 17 Jahre und für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Für diese Personengruppen gilt in Innenbereichen nur die Testpflicht. Clubs und Diskotheken müssen gar komplett schließen. Bei Veranstaltungen innen sind maximal 1250 Menschen erlaubt, maximal 50 Prozent Auslastung.

Aktuell liegt die Hospitalisierungsrate Mecklenburg-Vorpommern-weit bei 7,3. Steigt sie über 9, sind weitere Schutzmaßnahmen angekündigt – die Stufe Rot. Dann werden auch im Einzelhandel die Regeln auf 2G verschärft. Ausnahmen bilden Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen oder Baumärkte. Bei Veranstaltungen im Innenbereich sind dann nur noch 30 Prozent Auslastung erlaubt – dazu 2G-plus Pflicht. Zudem greift eine Kontaktbeschränkung. Demnach sind private Treffen dann innen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt, im Freien zehn Personen. Ausnahmen bilden hier Geimpfte, Genesene, Kinder unter 14 Jahre. Diese Regelungen gelten auch bereits, in denjenigen Landkreisen, deren Hospitalisierungsrate über 9 steigt, unabhängig davon, wie sich die landesweite Situation darstellt.

Sollte sich die Corona-Lage weiter zuspitzen (Ampel landesweit mindestens sieben Tage auf Rot), würden auch wieder Schließungen durchgesetzt, landesweit – aber auch auf einzelne Kreise bezogen. Dies gilt dann bspw. etwa für Innenbereiche in Kultur, Freizeit oder Gastronomie.