Übernachtungszahlen im Mai im Plus – allerdings auch durch Feiertagseffekt

Aktuelle Statistiken zum Tourismus in Deutschland

Im Mai 2026 registrierten die deutschen Beherbergungsbetriebe nach Angabe des Statistischen Bundesamtes mit 47,2 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Mai 2019 gab es 10,6 Prozent mehr Übernachtungen.

Uebernachtungszahlen
© makistock/stock.adobe.com

Die deutschen Beherbergungsbetriebe verzeichneten im Mai 2026 eine deutliche Zunahme der Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass Pfingsten dieses Jahr im Mai lag. Viele Gäste haben die Feiertage für einen Kurzurlaub oder ein langes Wochenende genutzt. Die erklärt auch den kräftigen Zuwachs von Inlandsübernachtungen von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichneten im Mai 2026 dagegen ein Minus von um 0,5 Prozent.

Ein zentraler Faktor für die weiterhin im Vorkrisenvergleich schwache Auslandsnachfrage ist die unzureichende Konnektivität Deutschlands im Flugverkehr bedingt durch die hohen Standortkosten. Gleichzeitig ist aufgrund der geopolitischen Krisen und der sich schwächer entwickelnden Wirtschaft die Nachfrage für Reisen nach Deutschland in wichtigen außereuropäischen Quellmärkten wie China oder Nordamerika zurückgegangen. Einen Rückgang gibt es auch bei internationalen Geschäftsreisenden. So sank nach Angabe der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) das Volumen der internationalen Geschäftsreisen im Jahr 2025 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Politik ist daher gefordert, den Tourismusstandort Deutschland insgesamt durch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und spürbare finanzielle und bürokratische Entlastungen wieder deutlich zu stärken.

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