Umsätze der Gastronomie im Juli 2025 weiterhin unter Vorjahresniveau

Das Gastgewerbe in Deutschland verzeichnete im Juli 2025 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der reale, also preisbereinigte, Umsatz des Gastgewerbes um 3,7 % und der nominale Umsatz um 0,6 % gegenüber Juli 2024. Die leicht positiven Entwicklungen im Vergleich zum Vormonat können somit den langfristigen Abwärtstrend nicht umkehren.

Dehoga Mv Umfrage
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Gastronomie: Starker Rückgang im Jahresvergleich

Innerhalb des Gastgewerbes ist der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr in der Gastronomie besonders spürbar. Der Umsatz sank hier im Juli 2025 im Vergleich zum Juli des Vorjahres preisbereinigt um 4,1 %. Trotz eines leichten Anstiegs der Umsätze im Vergleich zum Juni 2025 (+1,0 % real), verdeutlichen die Zahlen den anhaltenden wirtschaftlichen Druck auf Restaurants und Gaststätten.
Setzt man die aktuellen Zahlen ins Verhältnis zum Jahr 2019, dem Vor-Corona-Jahr, ergibt der Vergleich der ersten sieben Monate ein Minus von 18 % bei den Gastro-Umsätzen.

Hotellerie: Ähnliche Entwicklung bei Beherbergung

Auch die Beherbergungsbranche verzeichnete eine negative Entwicklung im Jahresvergleich. Der Umsatz der Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen sank im Juli 2025 real um 3,9 % gegenüber Juli 2024. Ein reales Umsatzplus von 1,2 % gegenüber dem Vormonat Juni 2025 konnte den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr nicht ausgleichen.

DEHOGA-Umfrage zeigt ernste Lage

Wie ernst die Lage ist, zeigt die aktuelle DEHOGA-Umfrage, an der sich knapp 4.000 Gastronomen aus ganz Deutschland beteiligt haben. Auf die Frage, ob sie befürchteten, im Jahr 2025 in die Verlustzone zu geraten, antworteten nur 32,9 % der Betriebe mit „Nein“. Fast 40 % der Unternehmer befürchten Verluste, 28,4 % wissen es noch nicht.

7 % Mehrwertsteuer als Stabilisator

Mit einer Mehrwertsteuer von 7 % erwarten 76,2 % der Betriebe eine Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation. Sechs von zehn Betrieben (59,1 %) sehen die Möglichkeit, Arbeitsplätze zu sichern und neue Stellen zu schaffen. Fast ebenso viele Gastronomen (58,6 %) würden wieder verstärkt in Modernisierung, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung investieren. Mehr als die Hälfte der Betriebe (52,6 %) verbindet die 7 % mit neuen Handlungsspielräumen für Innovationen. Knapp die Hälfte der Unternehmer (47,9 %) sieht ihre Betriebe im Wettbewerb gestärkt. 44,1 % der Gastronomen wollen ihren Gästen ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

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DEHOGA
Die 7% haben einen Namen

Die Gastronomie erhält dauerhaft Entlastung: Die Umsatzsteuer für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, mit Ausnahme der Abgabe von Getränken, wird ab dem 1. Januar 2026 dauerhaft von 19 auf 7 Prozent reduziert.

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