Umsatzentwicklung im Gastgewerbe - Juli 2026
Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im Juli 2026 im Vorjahresvergleich nominal 3,9 Prozent mehr und real 3,3 Prozent weniger umgesetzt. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Juli 2019 betrug das Plus nominal 11,3 Prozent (real -22,5 %).
Im Zeitraum Januar bis Juli 2026 verbuchten die gastgewerblichen Betriebe im Vorjahresvergleich nominal 2,5 Prozent mehr und real 4,8 Prozent weniger Umsatz. Gegenüber 2019 ergibt sich ein nominales Umsatzplus von 14,2 Prozent (real -20,5 %).
Unsere Einordnung:
Das Gastgewerbe in Deutschland konnte im Ferienmonat Juli ein erfreuliches Umsatzwachstum von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Diese Entwicklung deckt sich mit dem Anstieg der Übernachtungszahlen im Beherbergungsgewerbe, die im selben Monat um 3,2 Prozent zulegten. Bereinigt um die Preisentwicklung zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Real musste die Branche wieder deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen. Dies betrifft insbesondere die gastronomischen Betriebe. Grund hierfür ist die anhaltend hohe Kostenbelastung in der Hotellerie und Gastronomie. Verschärft wird die Lage durch die Energiepreise, die im Zuge des anhaltenden Iran-Konflikts erneut spürbar angezogen haben und die Betriebe zusätzlich unter Druck setzen. Gleichzeitig schmälert die wieder zunehmende Inflation auch die Kaufkraft und Ausgabenfreude der Verbraucher.
Das Gastgewerbe braucht daher jetzt spürbare wirtschaftspolitische Impulse und mutige Reformen: Im Mittelpunkt stehen dabei gezielte finanzielle Entlastungen wie beispielsweise die Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß, ein deutlicher Abbau bürokratischer Belastungen, eine Begrenzung der immer weiter steigenden Arbeitskosten sowie eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Einklang mit der EU-Richtlinie.
Diesen Beitrag weiterempfehlen: