Umsatzentwicklung im Gastgewerbe - Juni 2026
Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im Juni 2026 im Vorjahresvergleich real 5,2% weniger und nominal 2,2% mehr umgesetzt. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Juni 2019 betrug das Minus real 25,2% (nominal +7,7%).
Im ersten Halbjahr 2026 verbuchten die gastgewerblichen Betriebe im Vorjahresvergleich real 5,2% weniger und nominal 2,1% mehr Umsatz. Gegenüber 2019 ergibt sich ein reales Umsatzminus von 20,3% (nominal +14,6%).
Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2026 macht deutlich, dass das Gastgewerbe weiterhin vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht. Von Januar bis Juni 2026 lagen die realen Umsätze in jedem einzelnen Monat teils deutlich unter dem ohnehin schon schwachen Vorjahresniveau. Die nominalen Umsatzzuwächse können die erheblichen Kostensteigerungen in vielen Betrieben nicht annähernd kompensieren. Besonders angespannt ist die Situation in den gastronomischen Betrieben. Mit einem realen Minus von 7,4% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete das Gaststättengewerbe im Juni 2026 den bisher stärksten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Hohe Personal-, Energie- und Wareneinsatzkosten treffen auf eine weiterhin stark zurückhaltende Gästenachfrage. Gleichzeitig können die steigenden Kosten nur begrenzt über höhere Preise weitergegeben werden, da die Gäste zugleich preissensibler geworden sind.
Das Beherbergungsgewerbe kam etwas besser durch das erste Halbjahr, verbuchte jedoch ebenfalls ein reales Minus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 3,2%. Hohe Übernachtungszahlen führen aufgrund des hohen Kostendrucks nicht automatisch auch zu steigenden realen Umsätzen.
Das Gastgewerbe braucht deshalb gezielte wirtschaftspolitische Impulse wie steuerliche Entlastungen, einen spürbaren Bürokratieabbau, mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und eine Stärkung der privaten Nachfrage. Nur so kann verhindert werden, dass die anhaltende Umsatzschwäche zu weiteren Betriebsschließungen und einem Verlust der gastronomischen Vielfalt in den Regionen führt.
Umsatzentwicklung im Detail:
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