1. Gastgewerbetag des DEHOGA MV – Schwesig bekennt sich erneut zu 7% auf Speisen
Präsidialer Dialog mit Ministerpräsidentin
Am 11. August 2025 fand erstmals der Gastgewerbetag des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern statt – eine Veranstaltung, die Politik und unsere Branche zusammenführte, um gemeinsam über die Zukunft der Hotellerie und Gastronomie zu sprechen. Im Mittelpunkt stand dabei ein hochkarätiges Treffen des DEHOGA-Präsidiums mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), um die drängendsten Herausforderungen des Gastgewerbes zu adressieren und konkrete politische Lösungsansätze zu diskutieren. Sie bekannte sich erneut zu den 7% auf Speisen, sprach sich gegen die Verpackungssteuer aus und lobte das Engagement des DEHOGA MV in der Nachwuchsförderung mit der Ausbildungskampagne GastroBurner.
Die Ausgangslage war klar: Trotz Hochsaison bleibt die derzeitige Lage angespannt. Steigende Kosten für Personal, Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen treffen auf sinkende Umsätze. Viele Betriebe kämpfen ums wirtschaftliche Überleben – gerade im ländlichen Raum kommt es zu so vielen Betriebsschließungen wie noch nie. Dazu beschäftigen die Gastgeber hierzulande insbesondere Themen wie die Mehrwertsteuer auf Speisen, Bürokratieabbau, Verpackungssteuern, Abrechnungen von Corona-Hilfen sowie die Zukunft des Tourismus mit der neuen Landestourismus GmbH. Diese und weitere Aspekte kamen beim 1. Gastgewerbetag wortwörtlich auf den Teller.
Bereits beim ersten Programmpunkt, einem Mittagessen unter vier Augen zwischen Lars Schwarz, Präsident des DEHOGA MV, und Ministerpräsidentin Schwesig im Seehotel Zarrentin, wurde sich über die zentrale DEHOGA-Forderung nach 7% auf Speisen ausgetauscht. Ein anschließender Betriebsrundgang im Seehotel zeigte auf, dass es nicht um abstrakte Zahlen geht, sondern um Menschen, Arbeitsplätze und die Wohnzimmer der Gesellschaft. Diese persönlichen Gespräche, die bei einer Tasse Kaffee im Fischhaus Hotel am Schaalsee fortgeführt und vertieft wurden, ermöglichten einen direkten und praxisnahen Einblick in die Branche.
Schwesigs Bekenntnis - und Lob
Am Nachmittag sollte dieser durch einen zweiten Betrieb gestattet werden: Manuela Schwesig und das Präsidium des DEHOGA MV wurden im Schlossgut Groß Schwansee empfangen, um nach einer kurzen Besichtigung eine Gesprächsrunde auf der Schlossterrasse zu eröffnen. Die Ministerpräsidentin betonte, dass die dauerhafte Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen in der Gastronomie zügig kommen muss: „Im neuen Bundeshaushalt ist dafür bereits Vorsorge getroffen worden. Nun muss das auch zügig gesetzgeberisch umgesetzt werden. Mecklenburg-Vorpommern wird als Tourismusland die geplante Mehrwertsteuersenkung im Bundesrat unterstützen“, sagte die Ministerpräsidentin. Ablehnend äußerte sich die Ministerpräsidentin zudem zu kommunalen Verpackungssteuern. „Die Gastronomie kann keine weiteren Belastungen vertragen.“
Neben der Steuerfrage herrschte auch hinsichtlich der Fachkräftesituation, einer weiteren zentralen Branchenherausforderung, Einigkeit: „Ich finde es gut, dass der DEHOGA in Mecklenburg-Vorpommern mit innovativen Projekten wie dem GastroBurner zielgruppengerecht junge Menschen auf die vielfältigen Ausbildungsberufe in der Gastronomie hinweist“, lobte die Ministerpräsidentin die Ausbildungskampagne des DEHOGA MV.
Ich danke unserer Ministerpräsidentin für Ihre klare Position pro 7% MwSt. auf Speisen. Dies ist ein mutmachendes Signal und stärkt unsere Betriebe nachhaltig. Ob im Altenheim, bei Kita- oder Schulversorgung, ob Landgasthof oder Restaurant - wir sichern damit Betriebe und Arbeitsplätze.
"Der erste Gastgewerbetag war für uns ein voller Erfolg. Wir konnten unsere zentralen Forderungen direkt und persönlich an die Ministerpräsidentin herantragen – nicht in trockenen Sitzungssälen, sondern mitten in den Betrieben unserer Mitglieder. Jetzt gilt es, aus diesem starken Signal konkrete politische Verbesserungen zu machen – für eine starke Branche in Mecklenburg-Vorpommern", fasste Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA MV, den Tag zusammen.
Der DEHOGA MV wird die Ergebnisse dieses Termins in die politische Arbeit einfließen lassen und die Themen mit Nachdruck weiterverfolgen – vor Ort in den Regionen, in Schwerin und in Berlin. Der 1. Gastgewerbetag wird nicht der letzte gewesen sein – im kommenden Jahr soll es zur Neuauflage des gelungenen Events kommen.
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