Gastgewerbeumsatz deutlich unter Vorjahreswert

Um fast ein Viertel ist der Umsatz im Gastgewerbe im September gegenüber dem Vorjahresniveau gefallen: Preisbereinigt  lag das Minus laut Statistischem Bundesamt bei 23,7 Prozent, nominal bei 19,7 Prozent. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum September 2019 preisbereinigt 27,3 Prozent niedrigere Umsätze (nominal: - 25,9 %). In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber September 2019 um 21,3 Prozent (nominal -15,7%). Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im September 2020 um 33,5 % unter dem Wert des Vorjahresmonats (nominal 31,4 %). In den ersten neun Monaten des Jahres setzte das Gastgewerbe damit preisbereinigt ein Drittel (-33,3%) weniger um als im gleichen Vorjahreszeitraum (nominal -30,8%).

Das Statistische Landesamt weist dabei für das Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern im Monatsvergleich des Septembers 2020 zu 2019 einen Umsatzzuwachs aus. Dieser betrug laut den Angaben des Amtes im Gastgewerbe insgesamt 19,6 %, in Hotels, Gasthöfen und Pensionen 19,9 % und in der Gastronomie 8,9 %. Allerdings weist das Amt kummuliert den zu erwartenden Umsatzeinbruch aus. Im Vergleich Jan.-Sept. 2020 zu Jan.-Sept. 2019 betrug das Minus beim Umsatz im Gastgewerbe in MV insgesamt 15,5 %, in Hotels, Gasthöfen und Pensionen 19,8 % und in der Gastronomie 12,6 %. 

Daten & Fakten zum Gastgewerbe in MV

Das Gastgewerbe ist im Tourismusland Nr. 1 mit rund 5.500 Unternehmen und etwa 60.000 Beschäftigten die tragende Säule dieses Wirtschaftszweiges. Hotellerie und Gastronomie setzen jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro um und tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 3,3 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei, der Tourismus des Landes insgesamt mit 12 Prozent. Dieser Anteil ist deutlich höher als in anderen Bundesländern und unterstreicht, dass das Gastgewerbe und mit ihm der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern Leitökonomie und eine wirtschaftsbestimmende Branche ist.

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